Ratgeber
Nitrat im Trinkwasser
Welcher Grenzwert gilt für Nitrat?
Im Trinkwasser sind höchstens 50 Milligramm Nitrat je Liter erlaubt. Für Nitrit, das im Körper aus Nitrat entstehen kann, liegt der Grenzwert bei 0,5 Milligramm.
Leitungswasser in Deutschland liegt meist deutlich darunter. Den Wert für Ihren Ort nennt Ihr Wasserversorger, oft auf seiner Website.
Warum ist Nitrat für Säuglinge riskant?
Im Körper wird ein Teil des Nitrats zu Nitrit. Bei Säuglingen in den ersten Lebensmonaten kann Nitrit den Transport von Sauerstoff im Blut stören. Fachleute nennen das Blausucht.
Deshalb gelten für Wasser mit dem Hinweis „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ strengere Werte. Es darf höchstens 10 Milligramm Nitrat je Liter enthalten.
Was gilt für Brunnenwasser?
Hausbrunnen fördern Grundwasser aus geringer Tiefe. In Gegenden mit Ackerbau gelangen Dünger und Gülle leicht dorthin, dann liegt der Nitratwert oft über dem Grenzwert.
Nutzen Sie Brunnenwasser zum Trinken oder für Babynahrung nur, wenn eine Analyse den Nitratwert bestätigt. Lassen Sie den Brunnen danach regelmäßig prüfen, weil sich der Wert mit Jahreszeit und Düngung ändert.
Wer prüft Nitrat?
Nitrat messen Labore mit Zulassung für chemische Werte. Hyprolab untersucht Wasser derzeit auf Keime, nicht auf Nitrat.
Für Brunnenwasser lohnt beides. Keime wie E. coli prüft unsere Brunnenwasser-Analyse, für Nitrat brauchen Sie zusätzlich eine chemische Untersuchung.
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