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Ratgeber

Welches Wasser für Babynahrung?

Leitungswasser ist in Deutschland meist für Babynahrung geeignet, wenn die Leitungen im Haus in Ordnung sind. Hier steht, worauf Eltern achten sollten.

Leitungswasser oder Babywasser?

Für Trinkwasser gelten in Deutschland strenge Grenzwerte. Deshalb können Sie Babynahrung in der Regel mit Leitungswasser zubereiten.

Babywasser ist Mineral- oder Quellwasser mit dem Hinweis „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“. Dafür gelten noch strengere Werte, etwa höchstens 10 statt 50 Milligramm Nitrat je Liter. Sie brauchen es, wenn Ihr Leitungswasser nicht geeignet ist.

Normales Mineralwasser ohne diesen Hinweis nehmen Sie besser nicht. Es enthält oft viel Natrium oder andere Mineralstoffe.

Muss ich das Wasser abkochen?

Viele Kinderärzte und Fachstellen raten, das Wasser für die Flasche in den ersten Lebensmonaten abzukochen. Lassen Sie es danach auf Trinktemperatur abkühlen. Im Zweifel fragen Sie in Ihrer Kinderarztpraxis nach.

Unabhängig davon gilt für die Flasche:

  • nur kaltes Wasser aus der Leitung nehmen, kein Warmwasser
  • Wasser, das länger stand, erst ablaufen lassen, bis es kühl aus dem Hahn kommt
  • Wasser aus Filterkannen oder Enthärtungsanlagen nicht verwenden

Steht das Wasser über Nacht in der Leitung, nimmt es Stoffe aus den Rohren auf. Ablaufen lassen spült dieses Wasser heraus. Sie können es zum Blumengießen nutzen.

Wann sind alte Leitungen ein Risiko?

In Häusern, die vor etwa 1973 gebaut wurden, können noch Bleileitungen liegen. Blei schadet der Entwicklung des Gehirns, deshalb ist Wasser aus Bleirohren für Babys tabu.

Auch Wasser aus einem eigenen Brunnen ist ohne Prüfung nicht für Babynahrung geeignet. Es kann Keime und zu viel Nitrat enthalten.

Leitungen, die lange nicht genutzt wurden, können verkeimen. Das gilt etwa nach einem langen Urlaub oder in einer Wohnung, die leer stand.

Wie lasse ich das Wasser testen?

Mit unserer Trinkwasseranalyse für Zuhause prüfen Sie Ihr Leitungswasser auf Keime. Sie nehmen die Probe selbst am Küchenhahn, das Ergebnis kommt etwa sechs Tage nach Eingang im Labor.

Blei und Nitrat untersuchen wir derzeit nicht. Den Nitratwert nennt Ihr Wasserversorger, bei Verdacht auf Bleileitungen hilft ein Labor für chemische Werte.

Wasser prüfen lassen

Probenflasche wird am Küchenhahn gefüllt, daneben das Set
Privathaushalt akkreditiertes Verfahren

Trinkwasseranalyse für Zuhause

Fünf mikrobiologische Werte aus dem eigenen Wasserhahn, Ergebnis nach etwa sechs Tagen per E-Mail.

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